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Aus der Beratungspraxis

Was kann man aus der Nachrichtentechnik für die Kommunikation lernen?

Aus der Nachrichtentechnik weiss man, dass die Kommunikation eine Trägerfrequenz braucht, auf die sich Sender und Empfänger abstimmen müssen, z.B. 94.6 MHz für DRS 1 in Zürich. Dann ist die Modulation in Form von Nachrichten oder Musik hörbar.

Bei der Kommunikation zwischen Menschen braucht es auch eine Abstimmung: Die Beziehungsebene muss stimmen, damit ein Gedanken- und Informationsaustausch möglich ist. Wenn die Beziehung im Sinne von gegenseitiger Akzeptanz und Respekt stimmt, dann funktioniert die Kommunikation. Umgekehrt gilt, wenn etwas logisch ist und trotzdem nicht verstanden wird, ist es psychologisch!

Kennen Sie nicht auch Alltagssituationen, bei denen Gespräche im Führungsteam nicht vorankommen, bei denen man aneinander vorbei redet?

Was machen Sie in solchen Situationen? Noch mehr Sachargumente, vielleicht nicht neue, aber neu formulierte oder klären Sie die Beziehungsebene, versuchen Sie die Ängste zum Thema, die Gründe für ungenügendes Vertrauen, die Störungen in den Beziehungen zu klären?

Der erste Ansatz ist schnell und meist wirkungslos, der zweite aufwendig, aber nachhaltig.

Meine Empfehlungen aus der Beratungspraxis:

  • Seien Sie sich bewusst, dass Kommunikation eine intakte Beziehungsebene braucht, geprägt durch Vertrauen, Respekt, gemeinsame Werte und Ziele.

  • Reden Sie nicht „lauter“, wenn Sie sich als nicht verstanden wahrnehmen. Seien Sie sich bewusst, dass mehr Modulation auf nicht abgestimmten Trägerfrequenzen für die Kommunikation nichts bringt.

  • Klären Sie die Beziehungsebene. Dies mag Zeit und Energie kosten, zahlt sich aber durch nachhaltige Kommunikation aus.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 
 
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